Nachruf

klaus lessmann

Klaus Leßmann – Denker, Ideenfinder und gefühlvoller Berater

Klaus Leßmann, Gründer und langjähriger Mitarbeiter der Familiengemeinschaften Waldecker Land e.V. ist Ende Februar verstorben. Er hinterlässt viele zukunftsweisende Ideen und Projekte sowie zahlreiche Menschen, die von seiner Arbeit profitieren.

Der studierte Soziologe, Klaus Leßmann, kam 1979 in das Waldecker Land. Er kam mit dem Ziel, Kindern und Jugendlichen ein Zuhause zu geben. Gemeinsam mit seiner ehemaligen Frau, Christel Heberlein, entwickelte er pädagogische Inhalte und  rief mit ihr den Verein Familiengemeinschaften Waldecker Land e.V. (ehemals Lebensgemeinschaft Meineringhausen e.V.) ins Leben.

Für den Verein, der sich in dem großen, efeubewachsenen Fachwerkhaus in Korbach-Meineringhausen etablierte, arbeitete er bis 2014.

Als Gründer durchlief er in den Jahren seiner Arbeit viele Funktionen: Vom Konzeptentwickler und Initiator, über den pädagogischen Mitarbeiter zum Geschäftsführer. Bis zuletzt blieb er Ideengeber und kreative Ader für den Verein sowie schützende Hand für die Kinder und Jugendlichen. Er setzte sich kompromisslos für ihr Wohl ein und kämpfte besonders in den letzten Jahren für die Bewahrung seiner Ideologie: Kinder, die in Heimen untergebracht sind, in ein familienähnliches Umfeld zu bringen und ihnen ein sozial eingebundenes Leben, Zuwendung und individuelle Förderung zu geben.

Im Zuge seiner Arbeit, gründete Klaus Leßmann außerdem das Projekt „Förderkreis Kinderhilfen“, in dem durch interdisziplinäre Arbeit Potentiale von Kindern gefördert werden und Hilfestellungen für stark belastete Eltern sowie Erziehende geboten werden. (http://www.kinder-foerdern.eu/)

Durch interne Konflikte und anders denkende Mitarbeiter wurde seine Ideologie besonders seit 2014 immer wieder auf die Probe gestellt und zum Teil abgelöst von einer Arbeit, die sich weniger an den Interessen der Kinder orientiert. Den Kampf für das Wohl der Kinder und seine etablierten pädagogischen Inhalte und Vorstellungen hat er nie aufgegeben. Dieser Kampf, der es bis vor Gericht schaffte, hat ihn in den letzten Jahren viel Energie und Lebenskraft gekostet. Im März 2018 wollte er einen Vergleich mit dem Vorstand der Familiengemeinschaften Waldecker Land e.V. abschließen, um den Streit beizulegen.

Nicht nur in der Kinder- und Jugendarbeit setzte sich Klaus Leßmann für Menschen ein. Als Homöopath unterstützte er in seiner Heilpraxis zahlreiche Patienten, gab ihnen Rat und Zuspruch und erzielte die gewünschte Heilung oder einen besseren Umgang mit der individuellen Krankheit.

Zuletzt arbeitete er an einem neuen Projekt „ERFOLGplusMENSCH“, in dem er sich erneut darum bemühte, Menschen in ihren individuellen Lebenslagen zu unterstützen, sie anzuhalten, einen bewussteren Umgang mit sich selbst zu pflegen, für mehr Gesundheit und Energie und für mehr gesellschaftliches Miteinander. (http://erfolgplusmensch.de/)

Sein Leben lang sah er die Menschen wie sie waren, sah ihre individuellen Potenziale und Talente und förderte diese mit großer Überzeugung. Unermüdlich entwickelte er immer neue Ideen und Konzepte, um die Welt im Kleinen zu verbessern, um benachteiligte Menschen zu stützen und zu fördern sowie ihnen einen Teil von dem zu nehmen, was sie belastete.

Klaus Leßmann hinterlässt drei auf ihn sehr stolze Töchter sowie seine ehemalige Frau und Mitstreiterin, die ihm mit diesem Artikel die Ehre zusprechen möchten, die ihm gebührt.